Firmen auf Klimakurs


Viele scheuen sich noch vor Klimaschutzarbeit, doch einige Unternehmen haben die Chancen einer Nachhaltigkeitsstrategie längst erkannt - unter anderen die WWF Partnerfirmen.


Coop und Migros reduzieren Emissionen

In der Schweiz beweisen die beiden WWF-Partner Migros und Coop immer wieder, dass Nachhaltigkeit für sie weit mehr als nur ein PR-Massnahme ist. Beide Detailhändler haben mit dem WWF Klimaziele vereinbart. Mit energetischen Sanierungen von Gebäuden setzen sie beispielsweise auf die Nutzung von Abwärme aus Kälteanlagen und Migros hat auch schon den ersten Plus-Energie-Supermarkt eröffnet. Mit der Güterverlagerung auf die Bahn und Innovationen – wie etwa den Elektrolastwagen von Coop – haben beide Unternehmen bereits tausende von Tonnen CO2 eingespart. Beide Unternehmen haben sich zum Ziel gesetzt, ihre CO2-Emissionen deutlich zu senken und wurden für ihre Bemühungen vom Bundesamt für Energie (BFE) mit dem «Watt d’Or» in der Kategorie Unternehmensstrategie ausgezeichnet und Coop erhielt für den Einsatz des Elektrolastwagens den Energy Globe World Award.


Mein BildDer E-Lastwagen wird wie alle anderen Lastwagen für die Verteilung von Gütern verwendet. © Coop

7000 Elektro-Roller für die Post

Die Schweizerische Post ist seit 2009 Mitglied der «WWF Climate Savers». Als grösstes Transport- und Logistikunternehmen der Schweiz und Anbieterin von Personentransporten betreibt die Post ein energieintensives Geschäft. Energie- und Klimaschutzthemen sind daher ein zentrales Handlungsfeld in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie. Darum will die Post ihre CO2-Effzienz bis Ende 2016 um mindestens zehn Prozent steigern. Für die Zustellung werden bis dahin rund 7000 Elektro-Roller im Einsatz sein, Lieferwagen und Postautos betreibt die Post auch mit Biogas, Hybridtechnologie oder Brennstoffzellen. Seit 2012 werden alle Inlandbriefe klimaneutral ohne Aufpreis für die Kunden versendet. Zudem bezieht die Post ihren Strom seit 2008 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen; seit 2013 ausschliesslich «naturemade basic»-zertifiziert aus der Schweiz. Sie produziert Solarstrom auf ihren Dächern und fördert einen nachhaltigen Arbeits- und Geschäftsreiseverkehr bei Mitarbeitenden.


Mein Bild Elektro-Roller © post.ch

Investieren um Kosten zu senken

Der schwedische Möbelgigant Ikea hat sich der Nachhaltigkeit verschrieben – und das nicht nur aus Idealismus. Bis 2020 will Ikea selber so viel erneuerbaren Strom erzeugen, dass der Konzern seinen Energiebedarf selber decken kann. Ikea investiert weltweit dafür über 2 Milliarden Euro. Hinzu kommen weitere Massnahmen wie Abfallverminderung oder MINERGIE-Standards in den Einrichtungshäusern. Dass sich dies auch finanziell lohnt, zeigt sich beispielsweise im Bereich Beleuchtung: Durch die konsequente Umstellung auf LED-Leuchtmittel spart Ikea allein in der Schweiz fast eine halbe Million Franken an Stromkosten pro Jahr.


Mein BildBis 2020 will Ikea seinen Strombedarf selber decken. © Ikea