Die Klimabewegung


In der Schweizer Bevölkerung und weltweit wächst die Zustimmung für Klimaschutz. Dies zeigt sich im Alltag der Menschen, bei öffentlichen Veranstaltungen und in der Politik.

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Die Wende wird sichtbar

Vergangenen Herbst gingen weltweit hunderttausende Menschen auf die Strasse und forderten wirksamen Klimaschutz. Und die Politik hat reagiert: Seit der Klimakonferenz COP21 in Paris hat die Welt erstmals ein Klima-Abkommen, das sämtliche Länder in die Pflicht nimmt. In Paris war der Wille spürbar, die Wissenschaft endlich ernst zu nehmen – Paris stärkt das Ziel von möglichst deutlich unter 2 Grad globaler Erwärmung.
Das ist ein wichtiger Fortschritt, aber kein Durchbruch. Die Substanz des Abkommens ist zu schwach, um gefährlichen Klimawandel zu verhindern. Darum sind nun sämtliche 200 Länder gefordert. Sie bestimmen ihre Klimaziele und die Massnahmen, mit denen sich diese Ziele erreichen lassen sollen. Und auch hier gibt es Hoffnung: Schweden geht mit gutem Beispiel voran. Und hoffentlich wird auch die Schweiz nachziehen.


Mein BildIn Berlin gingen am 29. November 2015, anlässlich der Weltklimakonferenz COP21 in Paris, rund 17'000 Menschen auf die Strasse. In der Schweiz waren es 15'000. © Flickr/mw238

Persönlichen Footprint verkleinern

Was nun endlich in der Politik angekommen ist, ist auf privater Ebene bereits für viele Menschen Alltag: Sie ändern ihr Konsumverhalten Schritt für Schritt. Man kauft regional und saisonal ein, reduziert den Fleischkonsum, teilt das Auto und verlangt in immer mehr Konsumbereichen nach nachhaltiger Produktion. Dies widerspiegelt sich auf der Angebotsseite: Es eröffnen immer mehr vegetarische oder vegane Restaurans, beim neuen Fairphone gibt es Lieferengpässe wie bei den iPhones und die Zahl der Carsharing-Nutzer wird sich gemäss einer BCG-Studie bis 2021 versechsfachen.

Wie sich Umweltbewusstsein durchsetzt, zeigt sich auch bei der Nutzung des WWF Footprint-Rechners. Damit kann Jede und Jeder eine Standort-Bestimmung vornehmen. Wie gross ist der eigene ökologische Fussabdruck? Wo kann ich mich in den Bereichen Ernährung, Wohnen, Mobilität und Konsum verbessern? Schweizerinnen und Schweizer wollen wissen, wo sie stehen. Und die Zahlen zeigen auch: Sie wollen etwas verändern. In unserer WWF Ratgeber-App werden die klimafreundlichen Rezepte ebenso rege wie die Früchte- und Gemüse-Saisontabellen genutzt.




Mein BildVegetarische Gerichte liegen im Trend. © Saisonküche

Und auch die letzte Univox-Studie bestätigt: Die Schweiz ist umweltbewusster geworden. Schweizerinnen und Schweizer befürworten die staatlichen Massnahmen für den Umweltschutz und wünschen sich mehr davon (56% der Befragten). Eine deutliche Mehrheit (77%) findet die Energiewende eine gute Idee und 44% der Befragten sehen darin sogar einen wirtschaftlichen Vorteil. Interessant auch, dass die Umfrage-Unterschiede aus den vorherigen Jahren in Bezug auf Geschlecht, Alter und Einkommensklassen mehr und mehr verschwinden. Umwelt - und damit Klimaschutz ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. All diese Entwicklungen sprechen eine klare Sprache: Wir alle wollen Klimaschutz und wir werden einen Weg finden, diesen auch umzusetzen.

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