Sonne und Wind hängen Öl und Kohle ab


Diese fünf Solar-Facts machen Laune.

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«Fossile Energien haben gerade das Rennen gegen die Erneuerbaren verloren», titelte der Finanzinformations-Dienst Bloomberg, als die letzte Statistik der neuen Kraftwerke weltweit erschien. Erstmals ist die zugebaute Kapazität für Sonne, Wind, Wasser, Biomasse etc. grösser und der Trend zeigt kräftig aufwärts. Bei den fossilen Energien ist es genau umgekehrt.



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Strom aus der Wüste

In Marokko ist die erste Etappe des weltgrössten Solarkraftwerks jetzt am Netz. Im Endausbau bietet das Kraftwerk Noor Strom für über eine Million Menschen.

Artikel auf "Spiegel Online"

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Solarstrom braucht kaum noch Subventionen

In Frankreich produziert neu die grösste Solaranlage Europas Strom und siehe da: Der Strom ist günstiger als von einem neuen AKW (wenn denn einmal eines fertig gebaut würde, statt in Bauverzögerungen und Zusatzkosten zu versinken). Solarstrom kann sich in immer mehr Ländern ohne Subventionen am Markt durchsetzen. Die Einschätzung stammt aus unverdächtiger Quelle: Die Grossbanken UBS und Deutsche Bank sind in zwei unabhängigen Studien zu diesem Schluss gekommen.

Reuters Artikel "New French solar farm, Europe's biggest, cheaper than new nuclear"





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Solarbranche schafft Jobs

In den USA geht alle 150 Sekunden eine Solaranlage ans Netz, was auch der Wirtschaft gut tut: Die Solarindustrie bietet schon mehr Jobs als die Kohleindustrie. Für die Schweiz lohnt sich der Abschied vom Erdöl und der Umstieg auf Sonne & Co noch viel mehr: Erdöl-Importe lassen die Kasse in Libyen, Nigeria und Saudi Arabien klingeln, erneuerbare Energien schaffen Jobs und Arbeit im eigenen Land.

"In U.S., there are twice as many solar workers as coal miners"

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Südafrika überholt die Schweiz

Deutschland ist immer noch das Solarland Nummer eins, doch die Welt holt auf. Ganz besonders die Schwellenländer. Die heutige Nummer 10 Indien will die Solar-Kapazitäten in bloss sieben Jahren auf das 20-fache steigern. Mit Afrika bricht ein ganzer Kontinent auf direktem Weg ins Solarzeitalter auf. Südafrika zum Beispiel hat innert vier Jahren (!) den Anteil von Wind und Solar am Strommix von quasi null auf bereits über 10% gesteigert. Zum Vergleich: In der Schweiz liegt er bei rund 2 Prozent.

"Here comes the sun: Indian consumers go solar as costs plunge"





Mein Bild Indien will die Solar-Kapazitäten in bloss sieben Jahren auf das 20-fache steigern. © Abbie Trayler-Smith / Panos Pictures / Department for International Development

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Schweizer Kleinerfolge

In der Schweiz geht es langsam vorwärts. Aber es geht vorwärts. Ganz vorne dabei ist zum Beispiel die Elektra Jegenstorf, die bereits über 7 Prozent Solarstrom in ihr Netz speist. Andere Pioniere sind hier zu finden. Das Schöne am Solarstrom: Jede und jeder kann Kraftwerksbesitzer werden.

"500 Solaranlagen im Elektra Netzgebiet"





Mein Bild Photovoltaikanlage in Jegenstorf im Kanton Bern © elektra.ch

Ähnlich erfreulich sind die Nachrichten von anderen erneuerbaren Energien: Kenia spart dank Geothermie Geld für teure Energieimporte – schon über die Hälfte des Stroms kommt aus dem Boden. In Dänemark decken Windräder ebenfalls schon bald die Hälfte des Strombedarfs. Wind ist laut Behörden die günstigste Art, im Land Strom zu produzieren. Das haben nun auch die Briten festgestellt. Erneuerbare Energien können bei den Kosten längst mit fossilen mithalten oder unterbieten sie gar – das sind sonnige Aussichten.

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